Die Olympischen Spiele – mit vielen Tattoos

274316_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de (2)Ein gutes Beispiel ist James Davis. Eine Nacht in Las Vegas mit Kumpels. Ein feucht-fröhlicher Abend mit dem Ausgang, dass der Rugbyspieler mit einem Tattoo am nächsten Morgen wach wird. Es ging zunächst um eine Wette, dass er sich den Spitznamen „Cubby Boi“ niemals auf seine Finger tätowieren lassen würde. Nachdem ihn wohl seine Kumpels aufgezogen hatten damit, ging er noch am gleichen Abend in das Tattoostudio. Nun zieren seine Fingerknöchel tatsächlich den Spitznamen. Heute hat er sich daran, aber damals, nach dem aufwachen, da war es wie er selbst sagte, ein Schock.

Eine wohl für den Leser eher lustige Geschichte, die ein wenig an den Film „Hangover“ erinnert. Aber das ist nur eine Story von vielen, die es bei den Olympischen Spielen gab.

Die Worte „insanity, truth, life, family, lie, freedom, tolerance, happiness, athletics, pride, friendship und loneliness“ trägt Christoph Harting, der Diskus-Olympiasieger auf seiner Brust. Es handelt sich um eine Botschaft und er selbst erklärt es: „Das Leben basiert auf Kontrasten. Das Tattoo ist der Spiegel der Seele. Der Witz ist: Meine ich das wirklich so? Das Schöne an Tattoos ist, dass nur der Träger weiß, was gemeint ist.“ Demnach kann aber muss nicht seine Erklärung zu seiner Tätowierung glauben.

Die Ringe von Olympia sind sehr häufig bei den Teilnehmern zu sehen. Mindestens 100 Athleten von Rio sind bereits mit einem Ringe-Tattoo geziert. Und nachdem Ende haben sich noch viele mehr dazu entschlossen, sie sich stechen zu lassen. Die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich. Für den einen war es ein Geburtstagsgeschenk, für den anderen eine Verdeutlichung und manch einer sieht sie als Motivation und Zeichen dafür, sich mit den Weltbesten messen zu können. Auch gab es solche Sportler, die damit ein Versprechen eingelöst haben und als Dank gab es das Ringe-Tattoo ebenfalls. Nämlich von den Eltern der australischen Rugby-Frauen. Hier wurde versprochen: Wenn sie Gold holen, lassen sich die Mütter ein Zeichen von Rio stechen und das werden wohl die Ringe sein.

Aber es sind nicht nur schöne Erinnerung, die mit den Tattoos der Athleten und Sportler gezeigt werden. Manche Tätowierungen sind auch aus traurigen Anlässen gestochen worden. So trägt Marta Pen Freitas, portugiesische Leichtathletin, die Unterschrift von ihrem Vater am Handgelenk. Dieser verstarb während der Qualifikation für Rio. Auf dem Oberarm von Frederic Winters sieht man das Bild seiner Großmutter. Wegen des Qualifikationswettbewerbes konnte er nicht auf ihrer Beerdigung sein und ließ sich ihr zu Ehren das Portrait stechen.

Es gibt noch viele Geschichten zu den Tattoos der Teilnehmer in Rio. Wurden sie doch lange versteckt, ist es heute nichts Außergewöhnliches mehr, dass Sportler mit Tätowierungen versehen werden. Außergewöhnlich sind lediglich einige der Tattoos, die für den Träger aber wiederum eine besondere, vielleicht auch emotionale Bedeutung haben.

Bildquelle: © rainersturm / Pixelio.de

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