Osnabrücker Wahrzeichen als Tattoo

709670_web_R_K_by_Dieter Schütz_pixelio.de (2)Es handelt sich bei diesem Tattoo nicht nur um ein Motiv, denn es zeigt unter anderem den Lederhof, den Dom, das Heger Tor und auch die Bremer Brücke. Insgesamt hat er für dieses Tattoo etwa 24 Stunden gebraucht. Diese wurden in acht Sitzungen aufgeteilt, die jeweils drei Stunden gedauert haben.

Damit auch das VfL-Stadion als Wahrzeichen von Osnabrück unter die Haut gestochen werden konnte, ist der Tätowierer mit seinem Kunden dorthin gefahren und hat Bilder gemacht. Eigentlich sucht er passende Motive im Internet. Aber ausgerechnet für das Stadion fand er keines, dass zu den anderen Gebäuden gepasst hätte. Schließlich sollen die Motive auch von der Ansicht her zueinanderpassen. Daran ist zu erkennen, dass der Tätowierer genau darauf achtet, wie seine Motive aussehen und das erfordert manchmal eben ungewöhnliche Maßnahmen.

Prior hat das Stechen der Gebäude als „easy“ bezeichnet. Die Fenster, Steine, Schatten und Bäume, die dazu gehören, waren hingegen wesentlich schwieriger.

Der Kunde, der seinen Namen nicht öffentlich machen wollte, hat als erstes Tattoo das Rathaus gewählt. Danach erst hat er sich dazu entschlossen, dass es nicht alles gewesen sein soll und sein Rücken noch mehr Wahrzeichen von Osnabrück zieren soll. Wie teuer das Tattoo gewesen ist, darüber schweigt nicht nur der Kunde, sondern auch sein Tätowierer. Es ist eine Sache, über die nicht gesprochen wird.

Es ist für Prior nichts Ungewöhnliches, dass Kunden sich ein Tattoo wünsche, bei dem es einen Bezug auf Osnabrück hat. Sowohl das Emblem des VfL als auch das Osnabrücker Rad sind sehr gefragte Motive. Nur hat er selbst noch nie mehrere solcher Gebäude gestochen.

Prior wurde in Berlin geboren. Sein Vater, Engländer, kam als Soldat nach Deutschland. Auch er ging im Alter von 16 Jahren zur Armee. Stationiert war er in Irland, Bosnien und dann in Osnabrück. Verlassen hatte er die Armee, als sein Frau schwanger wurde. Er wollte seinem Kind nicht das gleiche antun, was er als Kind erlebte, wenn der Vater nicht da ist.

Schon in der Armee hat er mit dem Tätowieren Erfahrungen gemacht. Seine Kameraden hat er dort in nicht mehr nüchternen Zustand tätowiert. Eigentlich eine Art, wie es niemals gemacht werden sollte. Nach der Armee war er Angestellter im Sicherheitsdienst und LKW-Fahrer. Eines Sommers malte er seiner Frau und seinem Kind mit einem Stift auf die Arme. Seine Frau war es, die ihn dazu gebracht hat, das Tätowieren professionell zu versuchen.

Sein erstes Tattoo stach er sich selbst auf den Oberschenkel. Nachdem auch sein Nachbar von ihm ein Tattoo stechen ließ, wurde er immer öfter angesprochen. Er wurden so immer mehr Kunden. Die eigene Wohnung war zunächst das Studio, in dem er seine Kunden empfing. Nun ist es fünf Jahre her, dass er sein Studio in Osnabrück eröffnet hat. Am 01. Oktober ist das Jubiläum, das natürlich groß gefeiert wird.

Bildquelle: © dieter Schuetz / Pixelio.de

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