Tattoos – Sie sind etwas für die Ewigkeit

56777_web_R_K_by_Paul-Georg Meister_pixelio.de (2)Es ist Sommerzeit und das bedeutet auch es ist Tattoo-Zeit. Es wird sich freizügiger angezogen und da blitzen schon so manche Tätowierungen hervor. Störend wird sich daran heute keiner mehr. Schwalben, Tribals, Mandalas, Sterne und zahlreiche andere Motive sind in der Badesaison besonders häufig zu sehen. Schocken lässt sich davon heute aber niemand mehr und auch die damalige Bedenklichkeit aus medizinischer Sicht gesehen ist heute auch kein Thema mehr. Totenköpfe, chinesische Zeichen, verschnörkelte Motive oder auch Monster sind auch nicht besonderes mehr, sondern alltäglich geworden.

Sicherlich kommt es Tätowierern entgegen, das die Tattoo-Kunst eine solche Akzeptanz gefunden hat, denn so ist auch ihr Beruf zu einem angesehenen Beruf geworden. Jene, die in früheren Zeiten rebellisch auf die Tattoos reagiert haben, gehören heute zu jenen, die es dann doch irgendwann einmal in ein Tattoo-Studio zieht. Der Grund dafür ist der, dass hier auch Skalpell und Nadel zu den Arbeitsgeräten gehören.

Soll die Körperkunst nämlich etwas Besonderes sein, so muss man drastische Maßnahme anwenden. Eine gespaltene Zunge, Silikonimplantate im Ohr, Teflonimplantate im Dekolleté. Wer der Meinung ist, dass die sogenannten Elfen und Orks einem „Herr der Ringe“ Filmset entflohen sind, die irren sich, denn es ist ein absolut neuer Trend.

Es ist zwar noch keine Masse, die sich der Body-Modification angeschlossen hat, aber es wird immer mehr. Manch einer Sucht nach einer Grenzerfahrung, ein anderer macht es für die Schönheit. Der Mut fehlt den Menschen noch dazu, was die Tattoos als Massenphänomen bisher also nicht ablösen konnte.

Es gibt natürlich immer wieder Symbole, die Trend sind, aber wer sich solch eines stechen lassen möchte, der sollte sich überlegen, ob es wirklich eines für die Ewigkeit sein soll. So war es nämlich unter anderem mit dem Infinity-Zeichen. Ein Symbol aussehend wie eine Acht, das für die Unendlichkeit steht. Viel interessanter für Motive hingegen sind die Techniken, die hier angewendet werden können. Verblassen Tattoos, die mit realistischen Farbnuancen gestochen werden, damit sie einer Fotografie ähneln, wird der Tätowierte doch mehr von einem Schwarz und Weiß gehaltenen Tattoo haben. Zudem haben sie schon eine lange Tradition und sie sind zeitlos.

Wer doch lieber Motive wählt, die zu den Dauerbrennern gehören, der sollte es sich gut überlegen, denn den jugendlichen Übermut kann man später bereuen. Hat man sich doch für ein solches Tattoo entschieden und möchte und ist nun in der Phase des bereuen, dann besteht die Möglichkeit für ein sogenanntes Cover-up-Tattoo.

Es ist der neue Trend, seine heute unerwünschten Tattoos in ein völlig neues Motiv zu verwandeln. Sicherlich sind sie wesentlich teurer als ein Tattoo der gewöhnlichen Art und sie sind oft auch wesentlich größer, weil eben ein völlig neues Bild entstehen muss, aber man kann sich die Kosten für das Weglasern sparen und sich über ein neues Tattoo freuen.

Und es scheint die Kunden der Tattoo-Studios auch nicht zu verscheuchen. Die Nachfrage nach Cover-up ist immer größer, denn das Tattoo das einst für die Ewigkeit gedacht war, ist heute nur eine Sünde der Jugend.

Bildquelle: © paul-georgmeister / Pixelio.de

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