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Tattoos bei der Arbeit

Mittwoch, 26. Oktober 2016

184827_web_R_K_B_by_Siegfried Fries_pixelio.de (2)Menschen mit Tattoos sind keine Exoten mehr. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine permanente Verzierung ihres Körpers. Häufig ist es die Individualisierung von sich selbst. Vor dem Tätowieren haben sich viele sicher nicht mit der Frage auseinandergesetzt, wie ein künftiger Arbeitgeber über die Verzierung der Haut denkt.

Experten raten zur Offenheit bei potenziellen Arbeitgebern. Sicherlich ist es in Branchen mit einem speziellen Dresscode nicht gerne gesehen, wenn die Tattoos hervorblitzen. Anders gibt es aber auch solche Arbeitgeber, die ganz offen damit umgehen und selbst der Meinung sind, dass eine Stelle gar nicht besetzt werden kann, wenn man ein sichtbares Tattoo als Ausschlusskriterium nehmen würde. Aber hier gehen die Meinungen stark auseinander. Banken, Steuerberater und andere mit Kunden in Kontakt kommende Jobs lassen ein Tattoo häufig nicht an sichtbaren Körperstellen zu. Aber es gibt immer solche und solche. So gibt es beispielsweise auch Unternehmen, die gegen ein ansehnliches Tattoo keine Einwendungen haben. Auch in solchen Berufen mit Kundenkontakt.

Wer selbst ein großes und sichtbares Tattoo hat, der sollte seinem Arbeitgeber offen damit gegenübertreten. So lässt sich klären, ob die Tätowierung abgedeckt werden muss. Einem selbst ist es dann natürlich überlassen, ob er sich damit einverstanden erklärt, um ein Jobangebot annehmen zu können.

In vielen traditionellen Unternehmen, wie auch bei vielen Kanzleien, ist es den Mitarbeitern nicht erlaubt, ihre Tätowierungen offen zu tragen. Aber auch in jener Branche wurden schon Angestellte in hohen Positionen mit Tätowierungen gesehen. Es gilt eigentlich immer, dass es die Art des Tattoos ist, die darüber entscheidet, wie ein Arbeitgeber damit umgeht.

Es gibt beispielsweise auch solche Unternehmen, in denen Tattoos gerne gesehen werden. Hierzu gehört auch der Job des Grafikers. So ist es schon vorgekommen, dass Grafiker mit großen sichtbaren Tattoos mehr vertrauen bei den Kunden erwecken. Leider gilt das aber nicht überall, denn solche Tätowierungen können auch unseriös wirken.

In kreativen Branchen ist das Tragen eines Tattoos meistens weniger ein Problem. Heutzutage sagt ein Tattoo auch in der Regel nicht mehr über den Menschen selbst aus. Solange man seine Arbeit gewissenhaft ausführt ist eine Verzierung am Körper kein Grund mehr für eine Absage.

Sicher gibt es Jobs mit strengen Regeln und einem Tattoo-Verbot. Wer also noch keine Tätowierung hat aber überlegt sich eines stechen zu lassen, spricht entweder erst mit seinem Arbeitgeber oder informiert sich darüber, ob der Job, den man gerne machen möchte, Tattoos erlaubt.

Arbeitgeber dürfen nicht entscheiden, ob man sich ein Tattoo stechen lässt oder nicht, aber sie können verbieten, dass es sichtbar für andere ist. Häufig hat es mit Seriosität zu tun. In den wenigsten Fällen liegt es an einer Abneigung gegen die Verzierungen.

Die Körperstelle, an der man Motiv tätowieren lassen möchte, sollte gut gewählt werden. Gerade mit jungen Jahren, wenn man auf der Suche nach einer Arbeit ist und nicht wegen seiner Tattoos eine Absage bekommen möchte.

Bildquelle: © paul-georg meister / Pixelio.de