Alemannia Aachen



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Der "Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V." wurde am 16. Dezember 1900 von 18 Schülern des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, der Oberrealschule und des Realgymnasiums, die auf dem Marienthaler Kasernenhof zusammen trainierten, offiziell gegründet.

Da der Name 1.FC Aachen gerade durch einen kurz zuvor ins Leben gerufenen und bald wieder aufgelösten Vereins vorweggenommen wurde, gab man sich den Namen "Alemannia Aachen".

Der Name Alemannia soll das Deutschtum im äußersten Westen betonen. In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg pendelte der Verein zwischen 1. und 2. Liga, der Gau- und der Bezirksliga. 1938 konnte die Meisterschaft der Gauliga Mittelrhein errungen werden wodurch man in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft einzog, sich hier jedoch nicht durchsetzen konnte.

Nach Kriegsende gehörte die Alemannia zur Oberliga West, konnte sich aber bis zur Gründung der Bundesliga 1963 nicht mehr für die Finalrunde qualifizieren und wurde somit in die Regionalliga West eingeordnet.

1967 gelang dem Verein nach dem erneuten Gewinn der Regionalliga die Teilnahme an der Aufstiegrunde und konnte sich in einer Gruppe mit Kickers Offenbach, dem 1. FC Saarbrücken, SC Göttingen 05 und Tennis Borussia Berlin durchsetzten.

Man gewann sechs der acht Spiele und schaffte so den Einzug ins Oberhaus. 1969 folgte die Ernüchterung und man musste mit 83 Gegentoren wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Man versuchte die Rückkehr für viele Jahre, ehe 1990 der inzwischen hoch verschuldete Verein in die Oberliga abstieg und somit erstmals in seiner Vereinsgeschichte drittklassig kickte.

Den Wiederaufstieg verpassten die Aachener in der Folgezeit mehrmals denkbar knapp und so spielten sie ab 1994 in der neu gegründeten Regionalliga. 1999 schaffte man den Sprung zurück in die 2. Bundesliga, in der man bis 2005/06 vertreten war, bevor schließlich nach 36 langen Jahren der lang ersehnte Wiederaufstieg in die Bundesliga gefeiert werden konnte.

Trotz der unglaublichen Unterstützung durch die Fans, welche die Mannschaft bei Heimspielen regelrecht nach vorne peitschte, stand am 19. Mai 2007 nach einer 0:4-Niederlage beim Hamburger SV der 17. Tabellenplatz und somit der erneute Abstieg in die 2. Bundesliga fest.

Zur neuen Saison übernimmt Weltmeister Guido Buchwald, der zuletzt in Japan Titel sammelte, das Amt des Cheftrainers, um die Kartoffelkäfer zum sofortigen Wiederaufstieg zu führen. Die tollen heimischen Fans jedenfalls werden alles tun, damit die Rückkehr ins Oberhaus diesmal nicht über drei Jahrzehnte auf sich warten lässt.


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