MSV Duisburg
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Der Meidericher Spielverein 02 e.V. Duisburg, kurz auch MSV genannt, wurde am 17. September 1902 ins Leben gerufen.
Damals begann der Club den Spielbetrieb in der C-Klasse, seinerzeit die unterste Liga. Die erfolgreichste Saison bis heute stammt aus dem Jahr 1914, als die Zebras, wie sie aufgrund des gestreiften Trikots heutzutage betitelt werden, ohne Punktverlust mit 113:12 Toren die A-Liga gewannen und in die damals höchste Liga aufstiegen.
Die Nachkriegsjahre waren durch Auf- und Abstieg bestimmt, insbesondere Willi "Fischken" Multhaup tat sich als mehrmaliger Retter hervor und führte den Club ins Oberhaus. Als die Bundesliga 1963 gegründet wurde ereilte den MSV per Telegramm die sensationelle Botschaft der direkten Teilnahme und erreichte in seiner ersten Saison gleich die Vizemeisterschaft hinter dem 1.FC Köln.
Nach 19 Jahren, in denen die erste Platzierung auch die beste bleiben sollte, stieg der Verein im Jahre 1982 erstmals aus der Bundesliga ab. Die Folge waren enorme Schulden, so dass der Club 1986, in der Oberliga spielend, kurz vor der Auflösung stand. Man berappelte sich und konnte den Verein Stück für Stück in die richtige Richtung zurückbringen.
So gelang die Rückkehr in die 2. Liga und nach 10 Jahren Abstinenz gar der Aufstieg ins Oberhaus 1991. Die letzten 15 Jahre der Zebras lassen sich als Achterbahnfahrt beschreiben. Immer wieder stieg man auf und wieder ab, was den Ruf einer klassischen Fahrstuhlmannschaft nach sich zog. Immerhin konnte man 1998 zum 3. Mal in der Historie das Endspiel um den DFB-Pokal erreichen, scheiterte aber wie zuvor.
Somit teilen sich die Duisburger einen unrühmlichen Rekord: Bei jeweils 3 Finalteilnahmen gelang nie ein Sieg. Für eine weitere Kuriosität sorgte man, als man im Februar 1994 als bisher einziger Spitzenreiter der Fußball Bundesliga mit negativer Tordifferenz die Führung übernahm. Seit der Fertigstellung der neuen MSV-Arena im März 2005 gilt der Club als sehr Heimstark, was in der zuletzt abgelaufenen Saison zum 5. Aufstieg in die Bundesliga führte.
In der kommenden Spielzeit gilt es für die Mannschaft und Fans diese Heimstärke im Oberhaus zu bestätigen, um sich längerfristig zu etablieren und das anhaftende Image der Fahrstuhlmannschaft abzulegen.





