Karlsruher SC
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Der Karlsruher Sport Club Mühlburg-Phönix e.V., kurz als Karlsruher SC oder auch einfach nur KSC bezeichnet erhielt diese Bezeichnung in der Saison 1953/54, als der Verein aus einer Fusion benachbarter Clubs, dem Karlsruher FC Phönix mit dem VfB Mühlburg, entstand.
Die Wurzeln des Vereins liegen jedoch schon vor Beginn des 20. Jahrhunderts und so gilt der 6. Juni 1894 als offizieller Gründungstag des KSC. Die eigentlich sportliche Zeit nach der Fusion begann 1952/53 in der Oberliga Süd und endete nach Ablauf der Saison gleich mit Platz 4.
1955 gelang den Badenern mit einem 3:2 Erfolg gegen den FC Schalke 04 sogar der Sieg im DFB-Pokal Finale, ehe man im folgenden Jahr nur knapp den Meistertitel verpasste, aber immerhin noch den Triumph im nationalen Pokal gegen den Hamburger SV mit 3:1 im heimischen Wildparkstadion verteidigen konnte.
Als die Bundesliga 1963 gegründet wurde, gehörte der KSC zu den 16 ausgewählten Vereinen, die zur direkten Teilnahme an der höchsten deutschen Spielklasse berechtigt waren. Jedoch spielte man in den ersten Jahren regelmäßig gegen den Abstieg und konnte diesen knapp abwenden, ehe man in der Saison 1967/68 insgesamt 4 Trainer verschliss und am Ende doch den Weg in die Zweitklassigkeit antreten musste. Man scheiterte mehrfach hintereinander in der Relegationsrunde für den Wiederaufstieg. Als 1974 Roland Schmieder das Präsidentenamt des Clubs übernahm begann in Karlsruhe eine neue Ära.
Die erste Zeit unter dem neuen Präsidenten wurde eine Berg- und Talfahrt, man spielte insgesamt 6 Jahre in der 1. Und 2. Bundesliga. Als Winfried Schäfer 1986 als neuer Cheftrainer verpflichtet wurde, beginnen die erfolgreichsten 10 Jahre des Vereinsgeschichte. Er führte die Mannschaft gleich in seinem 1. Amtsjahr zurück in die Bundesliga. Man galt die folgende Zeit immer wieder als Abstiegskandidat Nummer 1, konnte sich jedoch durch junge, hungrige Spieler wie Kahn, Scholl, Sternkopf immer wieder dem Abstiegssog entziehen.
Als man 1992/93 sogar den 6. Platz in der Abschlusstabelle belegte, kam es im darauf folgenden Jahr zur ersten UEFA-Cup Teilnahme des Clubs. Viele werden sich erinnern, als man in einer denkwürdigen Nacht in der 2. Runde den FC Valencia mit sage und schreibe 7:0 vom Platz fegte. In den folgenden Jahren konnte sich der KSC weitere 2-mal für diesen Wettbewerb qualifizieren, ehe mit der Saison 1997/98 die plötzliche sportliche Talfahrt begann. Die Abgänge der Leistungsträger konnten nicht kompensiert werden und so stieg Karlsruhe in die 2. Liga ab.
Bis auf ein 1-jährges Gastspiel in der Regionalliga spielte des KSC bis jetzt konstant in Liga 2. Bis jetzt: denn unter dem Trainer Edmund Becker schaffte der KSC in der zuletzt beendeten Saison 2006/07 mit hohem Vorsprung die Rückkehr ins Oberhaus der Liga. Der Wildpark wird zur nächsten Spielzeit brennen und vielleicht schreiben die Badener bald wieder Fußballgeschichte mit neuen Helden á la "Euro-Eddy"...









