VfB Stuttgart
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Der "Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V." ist mit über 40.000 Mitgliedern der fünftgrößte Verein Deutschlands. Im Vereinsnamen des VfB Stuttgart ist das Jahr 1893 integriert, das sich auf einen der beiden Vorgängervereine, den FV Stuttgart bezieht, der 1912 mit dem Kronen-Klub Cannstatt zum heutigen VfB fusionierte.
Offizieller Gründungstag wurde somit der 9. September, der Tag an dem der Stuttgarter FV ins Leben gerufen wurde. Erstmals national auf sich aufmerksam machten die Schwaben im Jahre 1935, als man sich als württembergischer Meister für die Endrunde der deutschen Meisterschaft qualifizieren konnte.
Nachdem die ersten Gruppenspiele verloren gingen, sicherte man sich das Halbfinalticket und konnte ins Finale einziehen, in dem man gegen den FC Schalke 04 jedoch unterlegen war.
1950 zog man dann erneut ins Finale um die Meisterschaft ein und konnte mit einem 2:1 über Kickers Offenbach den ersten nationalen Titel feiern.
Der erste DFB-Pokal-Sieg sollte auch nicht länger auf sich warten lassen und so stieg der VfB 1954 mit einem Sieg im Finale gegen den 1. FC Köln zu einer echten deutschen Spitzenmannschaft auf.
Als die Bundesliga 1963 gegründet wurde, war aufgrund des zuvor belegten sechsten Platzes der Anschlusstabelle lange unklar, ob der VfB zu den 16 glücklichen Kandidaten zählen würde.
Ein Telegramm am 6. Mai bestätigte dann die Qualifikation. Die ersten Jahre verliefen nicht sonderlich erfolgreich und falsches Management führte 1975 zum Abstieg in die Zweitklassigkeit.
Der Verein war somit nach 1923/24 erst das zweite Mal nicht mehr in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Die folgende Spielzeit verlief mit einem 11.Tabelleplatz mehr als enttäuschend, so dass Jürgen Sundermann als neuer Trainer verpflichtet wurde, der hauptsächlich auf junge Spieler baute.
Mit dem neuen Konzept und einer eingeschworenen Gemeinschaft stieg der VfB 1977/78 wieder ins Oberhaus auf und konnte sich in den folgenden Jahren mit Spielern wie Hansi Müller und Karl-Heinz Riedle an der Bundesligaspitze etablieren.
1984 erreichte der Verein unter Trainer Helmut Benthaus die dritte deutsche Meisterschaft, scheiterte jedoch im folgenden Jahr im Landesmeisterwettbewerb in der ersten Runde gegen Levski Sofia.
1990 übernahm Christoph Daum das Traineramt und formte die Mannschaft, die zwei Jahre später in einem Herzschlagfinale durch einen Last-Minute-Treffer von Weltmeister Guido Buchwald die vierte Meisterschaft perfekt machte.
Der VfB spielte bis zuletzt keine große Rolle mehr, wenn es um die Vergabe des Meistertitels ging. Man konnte zwar mehrfach auf sich aufmerksam machen, z.B. durch das "magische Dreieck" (Bobic, Elber, Balakov) oder durch die jungen Wilden (Kuranyi, Hinkel, Hleb, Hildebrand) und 1997 einen weiteren DFB-Pokal-Sieg erringen.
Nach dem großen Missverständnis mit Giovanni Trappatoni, der sich in Stuttgart nicht verstanden fühlte, wurde Armin Veh das Amt des Cheftrainers übertragen. Als heißer Kandidat für die erste Trainererlassung schaffte Veh jedoch in der zuletzt abgelaufenen Saison das Unfassbare: den 5. Meistertitel.
Die letzte Spielzeit hat wieder ausdrücklich gezeigt, dass man in Stuttgart mit einer Gemeinschaft viel erreichen kann. Die junge Mannschaft hat viel Herz und Zusammenhalt gezeigt und sich die euphorische Feier mit 200.000 Fans redlich verdient.









